Was ist Arganöl?


Arganöl, eines der wertvollsten und teuersten Pflanzenöle, wird aus den Früchten des Arganbaumes, einer sehr alten Kulturpflanzen, hergestellt. Die Arganie, (lat. Argania Spinosa) oder der Arganbaum wird seit Jahrtausenden in den trockenen, wüstennahen Regionen im Südwesten Marokkos auf einer Fläche von 820.000 Hektar kultiviert. Nur hier findet der Arganbaum geeignete Wachstumsbedingungen. Alle Versuche ihn auch in anderen Teilen der Welt zu kultivieren, scheiterten. Er wird bis zu 450 Jahre alt und erreicht eine Höhe von 6 Metern. Seine breite Krone, die bis zu 14 Meter Durchmesser erreichen kann, spendet Mensch und Tier in diesen heißen Wüstenregionen Schatten. Kamele, Schafe und Ziegen ernähren sich von seinen Blättern. Ein besonderes aber typisches Bild sind die Ziegen, die als perfekte Kletterer über die bis zum Boden hängenden Zweige bis in die Baumkronen steigen um die Blätter zwischen den dornigen Zweigen vorsichtig abzuknabbern.

Arganöl zieht gut in die Haut ein und bildet einen sehr feinen Schutzfilm auf der Haut, der die Feuchtigkeit in der Haut bindet. Es wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und ist eßbar. Im Vergleich zu anderen Speise- und Pflanzenölen hat Arganöl eine relativ hohe Haltbarkeit von 2 Jahren. Wie eine Studie eines marokkanischen Forscherteams zeigte, resultiert diese Haltbarkeit aus den enthaltenen Phospholipiden, die den Oxidationsprozess verhindern.

Typisch für Arganöl ist der nussige Geruch, der bei der Röstung der Samen über dem Feuer entsteht und sehr gut zu Gemüse, Aufläufen, Soßen und Salaten passt. Kosmetisches Arganöl ist nahezu geruchsfrei, allenfalls mit einer leicht bitteren Note. Deshalb eignet es sich als Beigabe für Shampoos, Cremes und Lotionen, die mit anderen geeigneteren Düften wie Rose, Zitrus, Lavendel usw. verfeinert werden.

Arganöle im Vergleich

Bevor Sie sich für ein Arganöl entscheiden, sollte man sich unbedingt über die genaue Herkunft, Reinheit und Qualität des Produktes informieren. Wir haben die beliebtesten Produkte auf Amazon geprüft und die Ergebnisse hier aufgelistet.

Anwendung und Wirkung

haare jojoba Weltweite Studien belegen den therapeutischen und kosmetischen Nutzen bei äußerer und innerer Anwendung und die Nachfrage nach Arganöl steigt stetig. Doch nicht nur deshalb findet es seit jeher reißenden Absatz. Viele Konsumenten schätzen den nussigen, exotischen Geschmack, den das Öl Salaten und anderen Gerichten verleiht.

Einige Wissenschaftler sehen den steigenden Trend skeptisch, da beispielsweise Olivenöl wesentlich mehr Ölsäure enthält und der Vitamin-E-Gehalt bei Weizenkeimöl mehr als doppelt so hoch ist.

Der hohe Preis des Arganöls, der aus der aufwendigen Herstellung resultiert, erzeugt den Eindruck hoher Exklusivität. Man sollte jedoch von Arganöl keine Wunderwirkung erwarten. Allerdings sind die seltenen Phytosterole Schottenol und Spinasterol, die im Mittelpunkt neuerer wissenschaftlicher Studien stehen, nur in Arganöl enthalten.

Arganöl pur oder als Bestandteil von Cremes und Lotionen schützt die Haut vor Austrocknung, strafft und glättet feine Fältchen. Es zieht gut ein und hinterlässt keinen fettigen Film auf der Haut, da es die Poren nicht verstopft und die Talgproduktion der Haut reguliert. Auch nachlassende Hautelastizität durch den Hormonverlust in den Wechseljahren wird durch das enthaltene Vitamin E und der Ferulasäure deutlich gemindert. Für einen stärkeren Effekt empfiehlt sich die gleichzeitige Einnahme des Öls. Weiterlesen...

Durch den natürlichen Vitamin-E-Gehalt besitzt Arganöl einen leichten Lichtschutzfaktor, ca LF 3. Bei einem Sonnenbad, das länger als 10 Minuten dauert, benötigen Sie noch einen zusätzlichen Lichtschutzfaktor. Nach zu viel Sonneneinstrahlung pflegt und regeneriert es die Haut.

Die antiinflammatorische und antibakterielle Wirkung des Arganöls beruhigt Entzündungen und vernichtet Bakterien, auch Akne-Bakterien. Es lindert und beruhigt die Haut, ohne sie auszutrocknen. So erhält es den natürlichen Säureschutzmantel der Haut und schützt sie vor weiteren Bakterienangriffen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Arganöl (3 x 1 EL/Tag) kann auch von innen heraus durch die Regulierung des Hormonhaushalts eine Besserung erreicht werden. Weiterlesen...

Die sehr trockene, pergamentartige Haut bei Neurodermitis, profitiert von Arganöl, das der Haut Elastizität verleiht und Risse abheilen lässt. Gleichzeitig lindert es den starken Juckreiz. Weiterlesen...

Die Einnahme von Arganöl reguliert den Hormonspiegel. Dies konnte eine 2014 in Marokko durchgeführte Studie mit Frauen in oder nach der Menopause belegen. Deshalb ist die gleichzeitige orale Anwendung bei Akne und Pickeln, Faltenbildung und trockener Haut und Cellulite immer empfehlenswert. Es gibt aber noch weitere Anwendungsgebiete, die im Folgenden kurz beschrieben werden.

Die Ursache für blutendes Zahnfleisch, das sich an den Zahnhälsen zurückzieht, ist oft hartnäckiger Zahnbelag, bedingt durch ein übersäuertes Milieu im Mund. Regelmäßiges Ölziehen mit Argan-Öl am Morgen löst die Zahnbeläge auf und entfernt die schädlichen Stoffe, die sich über Nacht in der Mundhöhle sammeln.

Bei den oben angeführten Hautproblemen und -Erkrankungen spielt die Wundheilung eine große Rolle. Aber auch andere Wunden, Schürf- und Schnittwunden oder Verbrennungen heilen entzündungsfrei ab. Arganöl hält die Wundränder weich und verhindert so die Narbenbildung.

Pigmentflecken, die oftmals im fortgeschrittenen Alter und/oder nach zu viel Sonneneinstrahlung auftreten, können mit einer regelmäßigen Behandlung (mind. zweimal tägl.) teilweise oder ganz verschwinden. Die zusätzliche orale Einnahme verstärkt den positiven Effekt. Weiterlesen...

Arganöl strafft das Bindegewebe und fördert die Blutzirkulation. Bei einer Anwendung spätestens ab dem 3. Schwangerschaftsmonat hilft es Dehnstreifen und Geweberissen vorzubeugen.

Es eigent sich ideal zum Abschminken auch von wasserfester Mascara, es brennt nicht in den Augen und pflegt die empfindliche Augenpartie.

Die entzündungshemmende Wirkung von Arganöl wirkt sich positiv auf entzündete, schmerzende Gelenke aus. Reiben Sie die betroffenen Gelenke mehrmals täglich mit Argan-Öl ein und nehmen Sie gleichzeitig Arganöl pur oder als Zutat zu Salat und Gemüsen ein.

Eine großangelegte Studie, die 2006 von kanadischen Forschern durchgeführt wurde, befasste sich mit den Effekten von Argan-Öl auf das Herz-Kreislauf-System. Dabei konnte eine Verminderung von oxidativem Stress und die Verhinderung von Arteriosklerose nachgewiesen werden. D.h. die regelmäßige Einnahme von Arganöl schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen. Auch in dem Fachbuch mit dem Titel Argan-Öl berichtet der Münchner Mediziner Dr. Peter Schleicher über die präventive Wirkung von Arganöl gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Seine Untersuchungen ergaben eine cholesterinsenkende Wirkung, die in der Folge eine Asteriosklerose verhindert. Außerdem sorgt die regelmäßige Einnahme für elastischere Zellen und somit für eine größere Widerstandsfähigkeit der Blutgefäßwände.

Cellulite ist eine nicht entzündliche Veränderung des Unterhautfettgewebes bei Frauen im Bereich von Po und Oberschenkeln mit kleinen Dellen und Pölsterchen, die an die Außenhaut einer Orange erinnert. Verantwortlich ist zum einen das Hormon Östrogen und eine leichte Stauung der Lymphe. Angeblich spielt auch eine gesunde Ernährung, genügend Flüssigkeit und Bewegung eine wichtige Rolle. Weiterlesen...

Arganöl ist verhilft trockenem und strapaziertem Haar zu mehr Glanz und Elastizität. Regelmäßige Kopfmassagen verhindern Schuppenbildung und Haarausfall, fördern den natürlichen Haarwuchs fördern und kann Haarausfall vorbeugen. Weiterlesen...

Bei brüchigen, glanzlosen Fingernägeln und einem Nagelbett, das leicht einreißt, wird das Öl direkt auf Fingernägel und Nagelhaut verteilt und einmassiert. Die Fingernägel werden elastisch und schimmern leicht, das Nagelbett fühlt sich wieder weich an, Entzündungen und Risse heilen ab.

Arganöl nimmt den Juckreiz bei Insektenstichen und beruhigt Hautekzeme. Bei andauernden Hautekzemen sollte die Ursache jedoch von einem Hautarzt geklärt werden.

In einer 2003 veröffentlichten Studie französischer Forscher, wurde die anti-kanzerogene Wirkung von Arganöl auf Krebszellen untersucht. Verglichen wurden die Inhaltsstoffe eines marokkanischen Arganöls und eines in Frankreich hergestellten Arganöls. Des weiteren natives Oliven- und Sonnenblumenöl. Die Analyse dieser drei verschiedenen Ölsorten ergab, dass die antikarzerogene Wirkung auf die spezielle Kombination von Tocopherol, Squalen, Sterolen und Ölsäure zurückzuführen ist. Vor allem die speziell in Arganöl enthaltenen Sterole und Polyphenole vernichteten Prostatakrebszellen.

Laut einer Studie von 2018 senkt Arganöl schon nach einer Behandlungsdauer von nur 7 Tagen einen hohen Blutzuckerspiegel und hilft bei Diabetes. Gleichzeitig steigt die antioxidative Wirkung.

haare jojoba Arganöl gibt es auch in Form von Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel und als Zugabe zu vielen kosmetischen Produkten wie Cremes, Seifen, Duschgele und Shampoos. Arganöl kann vielseitig angewendet werden, sowohl äußerlich als auch innerlich.

Bei der äußeren Anwendung hilft Arganöl bei Haut- und Haarproblemen. Die innere Anwendung von Arganöl hilft bei der Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, reguliert die Blutfettwerte und den Hormonhaushalt und schafft Erleichterung bei Gelenkproblemen. Neuere Studien belegen sogar die Vernichtung von Krebszellen.

Arganöl: Unsere Empfehlung

Mittlerer Weile gibt es eine Vielzahl an Anbietern, die Arganöl in verschiedenen Größen anbieten. Egal ob sie das Öl in der Apotheke, im Reformhaus oder online kaufen, achten Sie auf die Qualität, die von der Art der Herstellung abhängig ist. Nur naturreines, kaltgepresstes Arganöl entfaltet die volle Wirkung!

Kaufen Sie also nur reines Arganöl ohne chemische Zusätze, das schonend gepresst und nicht erhitzt wurde. Achten Sie beim Einkauf auf Bezeichnungen wie "100%",“naturrein”, “nativ”, “kaltgepresst”, “pur”. Reines Arganöl ist goldgelb mit einem dezenten, aber charakteristischen Duft. Dunklere Farbtöne sind ein Hinweis auf unreines oder altes Öl mit geringerer Wirkung.

unsere
Empfehlung

Nebenwirkungen

Arganöl kommt aus der natürlichen Umgebung Marokkos ohne Umweltgifte und wird ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt. Es ist also ein reines Naturprodukt, bei dem Nebenwirkungen aufgrund von Zusatzstoffen nicht zu erwarten sind. Studien belegen, dass auch eine hohe Überdosierung keine Nebenwirkungen oder Vergiftungserscheinungen verursacht.

Trotzdem gibt es immer wieder empfindliche Personen, die allergisch reagieren könnten, vor allem wenn bereits eine Allergie gegen Nüsse vorliegt. In diesem Fall sollte Arganöl vorher in einer kleinen Dosis an der Innenseite des Unterarms getestet werden. Reiben Sie das Öl an einem Punkt mit kreisenden Bewegungen Ihrer Fingerspitzen und warten Sie eine halbe bis eine Stunde. Wenn sich in dieser Zeit keine Reaktion in Form von Rötung, Schwellung oder einem Ekzem zeigt, können Sie Arganöl anwenden.

Gelegentlich wurden Rötungen bei Hautekzemen oder -erkrankungen beobachtet, wie z.B. bei Akne, die im Laufe des Regenerierungs- und Heilungsprozesses auftreten können. Diese verschwinden jedoch nach wenigen Tagen.

Geschichte

Arganöl Anbauregion Seit 1997 ist das Öl auch auf dem europäischen Markt erhältlich und erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit als Zugabe zu exotischen Speisen und Salaten, aber auch als Heilmittel und exklusives Kosmetikum. Die robusten Bäume sind im Südwesten Marokkos in der wüstennahen Region Souss-Massa-Draa zu Hause und wachsen an keinem anderen Ort.

Wegen der Einzigartigkeit des Baumes wurde das Gebiet im Südwesten Marokkos von der Unesco 1998 zum Biosphärenreservat erklärt und 2014 die seit Jahrhunderten überlieferten Kenntnisse zur Kultivierung und Verarbeitung der Früchte als immaterielles Erbe der Menschheit anerkannt.

Da der Arganbaum vom Aussterben bedroht ist, investiert die marokkanische Regierung heute in den Anbau von Argan-Bäumen, da sie vielen marokkanischen Berber-Frauen, die sich seit einiger Zeit in Genossenschaften organisiert haben, ein faires Einkommen sichern. Die aufwändige Herstellung, der einzigartige Geschmack und die therapeutische Wirkung, die in vielen Studien nachgewiesen wurde, erklären den relativ hohen Preis.

Anbau & Herstellung

Arganbaum mit Früchten Arganöl ist eines der teuersten Öle der Welt, was sich teilweise durch die aufwendige Herstellung, teilweise noch in mühsamer Handarbeit, erklären lässt. Für einen Liter Öl arbeiten mehrere Frauen acht Stunden und benötigen dafür ca. 30 kg Samenkerne.

Pro Jahr werden 11 Millionen Liter Arganöl hergestellt, relativ wenig, verglichen mit der Produktion von ungefähr 3 Milliarden Litern Olivenöl jährlich. In der Zeit von Juli bis September werden die Früchte reif und der aufwendige Prozess der Arganöl-Herstellung beginnt.

Wegen der vielen Dornen können die olivenförmigen Früchte nicht gepflückt werden können, sondern werden von Hand vom Boden aufgesammelt und getrocknet. Danach brechen die Berberfrauen die sehr harte Schale mit einem Stein von Hand auf und pressen teilweise noch mit Steinmühlen das wertvolle Öl aus den innenliegenden Kernen. Die Ernte und Verarbeitung der Argannüsse wird fast ausschließlich von in Kooperationen organisierten Berberfrauen erledigt.

Berberfrauen bei der Arbeit In der Zeit von Juli bis September sammeln sie die reifen Früchte vom Boden auf, die wegen der spitzen Dornen nicht direkt vom Baum gepflückt werden können. Danach entfernen Sie die äußere, gummiartige Schale und schlagen die sehr harte Schale der darunter liegenden Nüsse mit Steinen auf, um an die zwei bis vier Samenplättchen in der Größe von Sonnenblumenkernen zu kommen, aus denen das Arganöl gewonnen wird.

Handmühle Arganöl Diese Arbeit erfordert Geschicklichkeit und Kraft, denn die Schalen, die um ein Vielfaches härter als die der Haselnuss sind, müssen mit dem Stein genau an der Naht getroffen werden. Einige Kooperativen verwenden für das Öffnen und Mahlen der Nüsse mittlerweile Maschinen.

Die Samen werden danach in der Sonne getrocknet und über dem Feuer geröstet, was dem Arganöl den typisch nussigen Geschmack verleiht. Mit Handmühlen werden die Samenplättchen zu einem öligen Brei zermahlen, dann zu kleinen, braunen Kuchen geknetet, die immer wieder mit lauwarmem Wasser übergossen werden, bis sich das Öl herauslöst.

Arganöl Brei kneten In den darauffolgenden Wochen wird das Öl mehrmals gefiltert bis schließlich das reine goldgelbe Arganöl entsteht. Für die Verwendung von Arganöl in der Kosmetik, werden die ungerösteten Kerne größtenteils in Europa maschinell von Ihren Schalen befreit und gepresst. Dieses Arganöl hat eine helle Farbe und kann etwas bitter schmecken, da kleine Reste der ledrigen Außenhülle von den Maschinen nicht immer vollständig entfernt werden.

Zum Verzehr ist es deshalb nicht geeignet. Argan-Speiseöl hingegen, kann sowohl oral eingenommen als auch zur Haut- und Haarpflege verwendet werden. Die Haltbarkeit von handgepresstem Öl beträgt zwei Jahre, die von maschinell hergestelltem nur drei bis vier Monate.

Arganöl - Gewinnung mit Ziegen

Ziegen im Arganbaum Früher spielten Ziegen bei der Herstellung von Arganöl eine große Rolle. Als gute Kletterer gelangen sie über die herabhängenden Zweige in die Arganbäume und fressen Blätter und reife Früchte. Am hinteren Ende der Ziege kommen die ölhaltigen Nüsse ohne die ledrige Schale wieder heraus. So ersparte man sich das mühsame Auflesen der Nüsse vom Boden und das Entfernen der ledrigen Außenschale.

Man brauchte die ovalen Nüsse nur noch zu öffnen und die innenliegenden Samen zu Arganöl weiter verarbeiten. Heute sind Ziegen nicht mehr an der Produktion von Arganöl beteiligt. Die Berberfrauen sammeln die Nüsse vom Boden auf und entfernen die ledrige Schale in Handarbeit.

Argania spinosa - Botanik

Der Arganbaum Die Argania Spinosa, auch Eisenholzbaum genannt, ist ein einzigartiger Baum, der zu der Familie der Sapotengewächse gehört - immergrüne Bäume, die in sehr heißen Klimazonen wachsen und ein Alter von 250 – 400 Jahren erreichen können. Sie tragen ab einem Baumalter von 5 Jahren alle zwei Jahre Früchte, die im Sommer geerntet werden können.

Die größten Erträge erntet man von 50 - 60 Jahre alten Arganbäumen. Wegen ihrer langen Wurzeln, die bis zu 30 m in die Tiefe reichen, kann die genügsame und robuste Arganie in extrem trockenen, wüstennahen Zonen und im Atlasgebirge in bis zu 1300 Höhenmetern bei Temperaturen bis zu 50° überleben. Bei längeren Dürreperioden, wirft der Arganbaum alle Blätter ab, um weniger Flüssigkeit zu verbrauchen und versetzt sich in einen Spar- und Wartemodus, um bei günstigeren Bedingungen wieder zu erwachen. All diese Eigenschaften machen ihn zu einem Überlebenskünstler der Wüste.

Die Arganfrucht Die mehr breite als hohe Blätterkrone mit tief herabhängenden Zweigen erreicht einen Durchmesser von 10 bis 14 Metern, der Baum selbst eine Höhe von vier bis acht Metern. Einige Exemplare können auch bis zu zwölf Meter hoch wachsen. Typisch ist die rissige Rinde, ähnlich den Schuppen einer Schlangenhaut und die ledrigen, in Büscheln wachsenden Blätter an dornigen Zweigen.

Im Frühling ist der Baum übersät mit kleinen, fünf Millimeter großen, gelbgrünen Blüten, die in den Blattachsen sitzen. Aus den Blüten reifen bis September dattelförmige, harte Beeren, die anfangs grün sind, sich später aber, wenn sie reif sind, rötlich färben. In dieser ledrigen Außenschale befindet sich der ovale Nusskern mit einer sehr harten Schale, in der sich ein bis vier dunkelbraune Samen in der Größe von Sonnenblumenkernen befinden, aus denen das Arganöl gepresst wird.

Heimat & Wachstumsbedingungen

Bis 1930 konnte man Arganbäume noch in Algerien, Mauretanien und Südmarokko antreffen, heute gibt es nur noch 21 Millionen Arganbäume auf ca 8000 Quadratkilometern in Südwest-Marokko bei Agadir und zwischen Marrakesch, Essaouira und Ounagha. Er wächst nur dort, an keinem anderen Ort der Welt war seine Kultivierung erfolgreich. Diese Gebiete wurden von der UNESCO 1998 als Biosphärenreservat erklärt.

Argan Anbaugebiet

Die Maßnahme der Unesco auch die Kultivierung und das Herstellungsverfahren als Kulturerbe zu erhalten, war eine weitere wichtige Maßnahme, diesen einzigartigen Baum zu schützen. Die wild wachsenden Arganbäume in natürlich gewachsenen Wäldern, vermitteln den Eindruck dass die Bäume niemandem gehören, aber jeder einzelne Baum hat seinen Eigentümer, der die erntereifen Früchte bewacht. Die Berber-Frauen, die sich mehr und mehr in Genossenschaften organisieren, sammeln die erntereifen Früchte vom Boden auf und verarbeiten sie in einem aufwändigen Prozess, zu Arganöl.

Heute investiert die marokkanische Regierung in die Aufforstung und Kultivierung neuer Arganbäume, da diese die Bodenerosion der Wüstenrandzonen verhindert und vielen Berber-Familien ein faires Einkommen sichert. Außerdem will man diese traditionelle Kulturpflanze, die in Marokko endemisch ist, auch für kommende Generationen erhalten.

Jojobaöl Eigenschaften
✔ zieht in tiefere Hautschichten ein
nicht zum Verzehr geeignet
✔ nicht fettend und nicht komedogen
✔ antibakteriell und antiinflammatorisch
✔ Haltbarkeit bis 25 Jahre
✔ Wirkt pilzabtötend
✔ lichtschutzfaktor 3 - 4
Arganöl Eigenschaften
✔ bindet Feuchtigkeit
✔ zum Verzehr geeignet
✔ zieht gut in die Haut ein
✔ leicht antibakteriell
✔ Haltbarkeit bis 2 Jahre
✖ Wirkt nicht pilzabtötend
✖ kein Lichtschutzfaktor
InhaltsstoffJojobaArgan
Ölsäure10 %50 %
Palmitinsäure1,5 %15 %
Erucasäure15 %-
Gadoleinsäure70 %-
Nervonsäure2 %-
Linolsäure-32 %
Stearinsäure-5 %