Arganöl für die Haare

Arganöl für die Haare und trockene Kopfhaut

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 9:1 min

Letzte Änderung: 25.02.2020.

Schon die Berber wussten um die pflegende Wirkung des Arganöls für Haare und Kopfhaut und behandelten damit Kopfschuppen, Haarausfall und dünnes, glanzloses Haar.

Seit den 1990 er Jahren wurde Arganöl für die Haar- und Kopfhautpflege wieder entdeckt und wird Shampoos, Spülungen und Pflegelotionen zur Haar- und Kopfhautpflege beigemischt. Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffe wie Phytosterinen, Vitamin E, Squalen, Polyphenol und Ferulasäure versorgt es das Haar und die Kopfhaut mit allen notwendigen Stoffen. Bei regelmäßiger Anwendung verhilft das Öl stumpfem, brüchigem Haar wieder zu Glanz und Spannkraft. Häufige Kopfmassagen, mindestens drei mal pro Woche, regen den Haarwuchs an und beugen Haarausfall vor.

Haarkur Haarprobleme sind häufig ein Anzeichen für unseren Gesundheitszustand. Bei Mangelernährung, Stress und Hormonschwankungen reagiert das Haar mit fehlender Spannkraft, es ist glanzlos, brüchig oder fällt aus. Immer ist es einen Versuch wert, Arganöl entweder in Form von Kapseln oder als Speiseöl einzunehmen. Es reguliert den Hormonhaushalt und versorgt den Körper mit wertvollen Nährstoffen, die zu besserer Gesundheit verhelfen.

Für Haare und Kopfhaut gibt es ein umfangreiches Angebot an Shampoos, Spülungen und Haarkuren mit Arganöl. In vielen Haarpflegeprodukten sind häufig nur Spuren des wertvollen Arganöls enthalten und der Marketingeffekt größer als die tatsächliche Wirkung. Sie können Ihrem Lieblingsshampoo eine kleine Menge des Öles beimischen und haben so den gleichen Effekt. Verwenden Sie 100 Prozent reines Arganöl und geben Sie 1/2 TL auf 200 ml Shampoo, Spülung oder Haarkur. Wenn Sie zu viel Arganöl beimischen, wirkt das Haar nach dem Waschen strähnig und fettig.

Reines Arganöl Auch reines Arganöl wird als Haarkur angeboten. Für die Herstellung wird kosmetisches Arganöl verwendet, mit heller Farbe und annähernd geruchsfrei. Es ist auch möglich Argan-Speiseöl für Haar und Kopfhaut zu verwenden, die Wirkung ist die gleiche. Allerdings ist der nussige Geruch im Haar nicht jedermanns Sache. Für Behandlungen des Haares und der Kopfhaut vor der Haarwäsche ist dies kein Problem, da das Öl wieder ausgewaschen wird. Im Folgenden werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten beschrieben. Finden Sie die passende für Sie selbst heraus!

Glanzloses und trockenes Haar

Besonders wirkungsvoll ist die Anwendung von Arganöl bei trockenem und glanzlosem Haar, auch gebleichtem Haar. Die Inhaltsstoffe, vor allem Vitamin E, verleihen dem Haar Spannkraft, Glanz und Elastizität. Verteilen Sie pures Arganöl vor dem Waschen im Haar von den Spitzen her nach oben.

Haarpflege mit Arganöl

Dafür kann man einen Zerstäuber verwenden, mit dem man die Haarspitzen einsprüht und das Öl dann mit den Händen nach oben in das übrige Haar einknetet. Lassen Sie das Öl mindestens eine Stunde einwirken und waschen Sie Ihr Haar anschließend wie gewohnt. Nach der Haarwäsche können Sie in das noch feuchte Haar 1 - 2 Tropfen pures Arganöl in die Haarspitzen einarbeiten und anschließend kämmen. Das Öl verteilt sich dadurch weiter nach oben. Danach wie gewohnt trocknen.

Arganöl als Finish

Finish Bei vielen Friseuren ist Arganöl als Finish nicht mehr wegzudenken. Nach dem Hairstyling mit dem Fön wird eine kleine, feine Menge einer Haarkur mit Arganöl oder pures Arganöl in den Haarspitzen verteilt und über fliegendes Deckhaar vorsichtig mit den Handinnenflächen verteilt.

Das Haar fällt weich, glänzt noch ein bisschen mehr und fühlt sich leicht und schwungvoll an. Gönnen Sie sich diese Behandlung auch zu Hause nach jeder Haarwäsche!

Für eine gesunde Kopfhaut

Kopfhaut Die im Arganöl enthaltenen Stoffe regenerieren die Kopfhaut. Eine gesunde, gut durchblutete Kopfhaut sorgt für einen gesunden Haarwuchs. Jedes Haar wächst aus einer Haarzelle den sogenannten Haarfollikeln. Wenn diese die abgestorbenen Hautzellen nicht mehr abtransportieren, verstopfen sie und können sich entzünden. Der Porenausgang verhärtet dabei und das Haar kann nicht wachsen. Vitamin E regt die Durchblutung an, macht die Haarfollikel weich und geschmeidig.

Bei Schuppenbildung

Haarpflege gegen Shuppen Wenn sich abgestorbene Hautzellen von unserer Kopfhaut ablösen, werden sie als weiße Schüppchen im Haar sichtbar, die auf die Schultern fallen und auf der Kleidung sichtbar sind. Die Ursache können trockene Kopfhaut, Allergien, falsche Shampoos oder zu häufiges Haarewaschen sein. Massieren Sie pures Arganöl 1 Stunde vor der Haarwäsche in die Kopfhaut ein und waschen Sie danach Ihr Haar mit einem milden, evtl. medizinischen Shampoo. Wenn die Schuppen nicht zurück gehen, sollten Sie das Öl zusätzlich oral einnehmen (3 EL/Tag).

bei Psoriasis auf der Kopfhaut

Menschen, die an Psoriasis leiden, bilden auch verhornte Hautschuppen auf der Kopfhaut aus, die mit starkem Juckreiz verbunden sind und das tägliche Kämmen zu einer Tortur werden lassen. Arganöl mit seiner antiinflammatorischen Wirkung lässt Entzündungen abheilen, löst den Schorf und lindert den Juckreiz. Tragen Sie pures, 100 % iges Arganöl auf die Kopfhaut auf und massieren Sie es gut in die Kopfhaut ein. Nach 30 - 60 Minuten weicht das Arganöl die zu einer Kruste verklebten Hornschuppen ab, die sich beim anschließenden Waschen ausgespült werden können.

Sie können die Hornschuppen aber auch vorsichtig mit einem mittelgroben Kamm mit runden Zinken vorsichtig entfernen. Die enthaltenen Tocopherole und Phytostenole nehmen den so unangenehmen Juckreiz, helfen der trockenen Kopfhaut die Feuchtigkeit besser zu binden und unterstützen den Heilungsprozess. Waschen Sie das Haar danach mit einem milden Shampoo, um den Haarboden nicht zu sehr auszutrocknen. Eine zusätzlich orale Einnahme ist empfehlenswert, da Arganöl so auch von innen seine regulierende Wirkung entfalten kann.

Haarausfall

Eine Massage des Haarbodens mit Arganöl sorgt für eine gesunde Kopfhaut, fördert die Durchblutung, die alte Schlacken abtransportiert und die Kopfhaut belebt. Alle in Arganöl enthaltenen Stoffe pflegen die Kopfhaut und fördern den Haarwuchs. Haarausfall aufgrund entzündeter Haarfollikel kann gestoppt werden. Es bindet abgestorbene Hautzellen, die die Poren verstopfen können und ebenso Ursache für schlechten Haarwuchs oder Haarausfall sein können. Genetischer Haarverlust kann auch mit Arganöl nicht verhindert, allenfalls hinausgezögert werden. In jedem Fall ist es bei Haarausfall immer einen Versuch wert, die Kopfhaut 2 - 3 mal pro Woche mit Arganöl zu massieren und das Öl auch oral anzuwenden. Besonders gut nimmt die Kopfhaut das Öl auf, wenn sie es anwärmen und mit Zitronensaft mischen: Z.B. 1 EL Arganöl + 1 TL Zitronensaft. Massieren Sie es mit kreisenden Bewegungen in die Kopfhaut ein.

Arganöl für die Wimpern

Arganöl hilft auch Ihren Wimpern auf natürliche Weise kräftiger und schöner zu wachsen. Tragen Sie mit einem Wattestäbchen wenig Öl auf die Haarwurzeln auf der Lidseite auf und massieren Sie das Öl mit kleinen kreisenden Bewegung in die Lidhaut. Die regenerative und durchblutungsfördernde Wirkung regt auch das Haarwachstum der Wimpern an.

Bartpflege

Bartpflege Auch für die Haut zwischen den Barthaaren ist Arganöl ein guter Tipp. Oft entzündet sich die Haut im Bartbereich oder es bilden sich gerötete Stellen, manchmal auch Pickel an den rasierten Stellen. Hier beruhigt das Öl und nimmt den Juckreiz, der häufig durch trockene Haut entsteht.

Reiben Sie nach der Bartrasur oder einer Bartwäsche die darunterliegende Haut und die frisch rasierte Haut mit Arganöl ein, das Sie auch mit ein paar Tropfen Zitrusöl mischen können. Kleine Schnitte und Abschürfungen beruhigen sich sehr schnell, ein Rasierwasser ist nicht mehr notwendig.

Auch Ihr Barthaar profitiert: Es glänzt und fühlt sich geschmeidig an. Gehen Sie sparsam mit dem Öl um und geben Sie nur wenig auf Zeige- und Mittelfinger und massieren Sie es mehr in die Haut als ins Barthaar! Bei spärlichem Bartwuchs kann Arganöl den Haarwuchs fördern, wenn aufgrund verstopfter Haarfollikel Barthaare ausfallen oder erst gar nicht wachsen. Die Stärke des Bartwuchses ist jedoch immer von genetischen Faktoren abhängig.

Graue Haare

Es gibt keine Studie, die belegt, dass Arganöl das Ergrauen der Haare verhindert. Möglicherweise kann aber die Pflege des Haarbodens das Ergrauen der Haare hinauszögern. Wenn man den Versuch startet, graues Haar wieder loszuwerden oder weiteres Ergrauen aufzuhalten, sollte man In jedem Fall gleichzeitig Arganöl oral einnehmen, da es sich laut mehreren Studien günstig auf den Hormonhaushalt auswirkt. Auch Stress, Mangelernährung und ein aufreibender Lebenswandel können zu einem vorzeitigen Ergrauen der Haare führen.