Arganöl für die Gesichtshaut

Gesichtspflege, Anti-Aging & gegen Hautkrankheiten

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 13:40 min

Letzte Änderung: 15.01.2020.

Arganöl ist nicht nur ein schmackhaftes Speiseöl mit exotischer Note, sondern ein beliebtes Haar- und Hautpflegemittel, dem auch heilende Wirkung nachgesagt wird. Schon die Berber schätzten es als Pflegemittel für glänzendes Haar und verwendeten es zur Behandlung der Gesichts- und Körperhaut bei Ekzemen und Wunden.

Seit Ende der 1990 er Jahre steigt die Nachfrage stetig, vor allem im Bereich der Kosmetik - das wertvolle Öl, das auch als flüssiges Gold Marokkos bezeichnet wird, ist Bestandteil vieler Pflegemittel zur Gesichts- und Körperpflege.

Das Besondere an Arganöl ist, dass es sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden kann. Die innere Anwendung reguliert neben Diabetes und Herz-Kreislaufstörungen auch den Hormonhaushalt, was sich wiederum günstig auf Ihre Haut auswirkt. Bei der äußeren Anwendung wird das Öl pur oder gemischt auf Gesichts- oder Körperhaut aufgetragen. Arganöl besitzt wertvolle Inhaltsstoffe, wie ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, des weiteren Tocopherole (E-Vitamine) mit antioxidativen, regenerierenden Eigenschaften, die den Feuchtigkeitshaushalt der Haut regulieren. Außerdem wirkt es sich positiv auf den Hautstoffwechsel aus.

Allgemeine Wirkung auf die Haut

Allgemeine Wirkung Es eignet sich für Mischhaut, trockene oder fettige Haut, ohne die Poren zu verstopfen. Es zieht gut ein und hinterlässt keinen unangenehmen Fettfilm auf der Haut. Es verleiht der Haut eine frisches, gepflegtes Aussehen und mehr Elastizität. Auch Akne, Pickel, Ekzeme und Hautrötungen werden gelindert oder heilen vollständig ab. Reines, natives Arganöl, ist zudem ein Naturprodukt ohne schädliche Duft- und Konservierungsstoffe! Ähnliche Eigenschaften haben auch andere Pflanzenöle, wie z. B. Oliven- oder Sonnenblumenöl. Einzigartig bei Arganöl sind jedoch die enthaltenen Phytosterole, Schottenol und Spinasterol, die Hautzellen schützen und regenerieren und wegen Ihrer krebshemmenden Wirkung in den Focus aktueller Forschungen gerückt sind.

Viele kosmetische Hautpflegeprodukte enthalten heute Arganöl, wobei der tatsächliche Gehalt auf der Liste der Inhaltsstoffe, der sog. INCI-Liste, nicht deklariert werden muss. Man kann davon ausgehen, dass der Anteil eher gering ist. Wenn Sie also sicher gehen wollen, dass genug Arganöl enthalten ist, dann mischen Sie es einfach selbst in Ihre Creme oder Lotion. Fangen Sie immer mit einer kleinen Menge an, bis Sie Ihr optimales Mischungsverhältnis gefunden haben oder mischen Sie bei jeder Anwendung eine kleine Menge Ihrer Creme und Arganöl mit den Fingerkuppen direkt auf der Handfläche.

Arganöl kann auch unverdünnt aufgetragen werden. Am besten nach dem Waschen auf die noch feuchte Gesichts- oder Körperhaut. Es zieht dann sehr gut ein, verstopft die Hautporen nicht und hinterlässt keinen unangenehmen Fettfilm auf der Haut.

Arganöl besitzt einen leichten Lichtschutzfaktor, ca. LSF 3, der zwar für ausgedehnte Sonnenbäder keinesfalls ausreichend ist, jedoch für eine langanhaltende Bräune sorgt. Sollte es dann doch einmal zu einem Sonnenbrand kommen, beruhigt Arganöl die gerötete Haut und hilft bei der Erneuerung der Hautzellen.

Arganöl zur Gesichtspflege

Mittlerweile finden Sie ein großes Angebot an Gesichtscremes mit Arganöl. Achten Sie beim Kauf darauf, dass nur reines, ökologisches Arganöl enthalten ist und die Creme selbst auch keine anderen schädlichen Duft-, Parfüm- oder Konservierungsstoffe wie Parabene, Paraffine, Microplastik oder Aluminium enthält. Einige dieser Stoffe stehen im Verdacht bereits in geringen Konzentrationen den Hormonhaushalt zu beeinflussen und Krebs auszulösen. Eine gute Möglichkeit besteht darin, eine naturkosmetische Creme mit Arganöl zu mischen. So wissen Sie, dass keine Schadstoffe enthalten sind und bestimmen außerdem die Konzentration an Arganöl.

Verwenden Sie dazu einen sauberen Spatel und rühren Sie das Öl vorsichtig unter. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie mit dieser Mischung zufrieden sein werden, geben Sie einfach eine kreisrunde Menge Arganöl in Ihre Handfläche und mischen Sie eine kleine Menge Ihrer Gesichtscreme mit kreisenden Bewegungen Ihrer Fingerspitzen, bis das Öl komplett in die Creme eingearbeitet ist und tragen Sie diese Mischung direkt auf das gereinigte Gesicht, Hals und Dekolletee auf.

Falten und Anti-Aging

Anti-Aging Die kosmetische Wirkung des Arganöls für eine gesunde, elastische Haut ist weltweit bekannt. Den Anti-Aging-Effekt, vor allem bei Frauen während der Wechseljahre, konnten Wissenschaftler in einer 2015 in Marokko durchgeführten Studie bei Frauen während und nach der Menopause nachweisen. In diesem Lebensabschnitt ist der sinkende Östrogenspiegel für den Verlust der Hautelastizität verantwortlich und es entstehen Falten. Der veränderte Hormonhaushalt vermindert außerdem die Regenerationsfähigkeit der Haut. In der Studie konnte eindeutig belegt werden, dass die gleichzeitig äußere Anwendung und die orale Einnahme von Arganöl den Hormonhaushalt ausgleicht und die Elastizität der Haut wesentlich verbessert. Verantwortlich dafür sind die Antioxidantien der E-Vitamine, sowie die Sterole Schottenol und Spinasterol.

Neben genetischen Faktoren spielen bei der Faltenbildung Alter, Lebensstil und Ernährung eine wichtige Rolle. Eine gesunde Lebensführung mit ausreichend Schlaf und Bewegung, die Abwesenheit von Stress und eine ausgewogene Ernährung ist auch äußerlich, vor allem an der Haut sichtbar. Meiden Sie Alkohol und Nikotin und trinken Sie ausreichend Flüssigkeit pro Tag, 1,5 - 2,5 Liter Wasser. Verwenden Sie zusätzlich Arganöl zum Verfeinern von Gemüse, Suppen und Salaten und tragen Sie es täglich auf Ihre Haut auf! Schon nach einer Woche werden Sie ein verbessertes Hautbild feststellen können.

Augen, Augenringe, Tränensäcke

An den Augen erkennen wir sofort, ob wir müde, traurig oder krank sind. Auch trockene Luft, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel oder Drogenkonsum werden an den Augen und der empfindlichen Augenpartie sichtbar. Umso wichtiger ist es, ausreichend zu schlafen und zu trinken und die empfindliche Hautpartie im Bereich der Augen gut zu pflegen.

Regelmäßige Pflege mit Arganöl oder Argancreme, reguliert den Feuchtigkeitshaushalt, wertvolle Nährstoffe straffen und kräftigen das Bindegewebe oberhalb und unterhalb des Auges. Mit den kreisenden, nach außen auslaufenden Streichbewegungen regen Sie beim Einmassieren den Lymphfluss an. Geschwollene Augen und Tränensäcke verschwinden oder werden deutlich minimiert. Da das Öl nicht in den Augen brennt, lassen sich auch die äußeren Lidränder gut damit pflegen und das Wachstum der Wimpern anregen.

Abschminken mit Arganöl

Mit Arganöl lässt sich wasserlösliches und fettlösliches Make-up gut entfernen. Es brennt nicht in den Augen, sondern pflegt gleichzeitig die Augenbrauen, die Wimpern und die empfindliche Augenpartie. Geben Sie dafür eine kleine Menge auf ein Wattepad und tupfen Sie das Make-up vorsichtig weich. Dann von der Nasenseite nach außen vorsichtig ausstreichen. Waschen Sie danach die Augen mit lauwarmem Wasser.

Arganöl für die Körperhaut

Reines, natives Arganöl kann auch pur auf die Körperhaut aufgetragen werden. Am besten massieren sie es nach dem Duschen oder Baden in die noch leicht feuchte Haut ein. Es zieht sehr gut ein und hinterlässt keinen Fettfilm auf der Haut, sondern das angenehme Gefühl, die Haut auf natürliche Weise sehr gut versorgt zu haben. Die Haut fühlt sich danach glatt und geschmeidig an und schimmert matt.

Natürlich können Sie Arganöl auch in eine gute Körperlotion mischen, egal ob Sie Mischhaut, trockene oder fettige Haut haben. Fangen Sie immer mit einer geringen Menge an, die Sie nach Belieben steigern können, bis Sie Ihr persönlich bestes Mischungsverhältnis bekommen. Arganöl unterstützt die Haut auch bei Sonnenbrand, Ekzemen, Neurodermitis, Akne und Psoriasis. Mehr erfahren

Arganöl für die Füße

Wenn Sie nach dem Duschen oder Baden Ihre Körperhaut mit Arganöl pflegen, gönnen Sie auch den Füßen eine wohltuende Massage oder verwöhnen Sie sie nach einem entspannenden Fußbad. Es hält nicht nur die Nagelhaut geschmeidig, so dass sie nicht einreißt, sondern verhindert starke Hornhautbildung an den Fußsohlen und Ballen und die Bildung von tiefen, schmerzhaften Rissen. Bei bereits vorhandenen Rissen ist es hilfreich über Nacht ausreichend Arganöl in die Füße einzumassieren und Baumwollsocken als Schutz für die Bettwäsche überzuziehen. So kann das Öl die ganze Nacht über einwirken. Rubbeln Sie am nächsten Tag die überschüssige Hornhaut vorsichtig mit einem Bimsstein ab. Bei der Massage Ihrer Fußzehen verteilen Sie das Öl auch auf den Fußnägeln, die dadurch weicher werden, matt schimmern und vor Nagelkrankheiten, wie beispielsweise dem Nagelpilz, geschützt sind.

Schwangerschaft und Dehnstreifen

Schwangerschaft In der Schwangerschaft wird durch die Hormonumstellung mehr Wasser im Bindegewebe eingelagert, so dass die Haut und das darunterliegende Bindegewebe an Oberschenkeln, Po und Hüfte stark belastet wird. An den Brüsten und am Bauch muss sich die Haut vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft stark ausdehnen und so können unschöne Gewebsrisse entstehen, die sich leider nicht mehr zurückbilden. Deshalb ist es umso wichtiger, die Haut auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten und die Haut im Bereich des Bauches, der Hüfte und der Oberschenkel täglich zu massieren. Wegen seiner besonderen Zusammensetzung dringt Arganöl gut in tiefere Hautschichten ein und schützt mit seinem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren besonders effektiv vor Schwangerschaftsstreifen. Während der Massage werden auch die feinen Haargefäße des Unterhautfettgewebes gut durchblutet, was Schlacken abtransportiert und die Zellerneuerung anregt. Wegen dieser Eigenschaften verwenden viele Frauen das Öl auch nach der Schwangerschaft, da sich auch die unliebsame Cellulite, bei der sich Dellen im Bereich der Oberschenkel bilden, effektiv behandeln lässt.

Beginnen Sie so früh wie möglich, spätestens im 3. Monat, tägliche Massagen mit Arganöl. Massieren Sie die empfindlichen Hautpartien an Bauch, Brust, Po und Oberschenkeln mit Arganöl. Die Wirkstoffe des Arganöls machen die Haut elastischer und bereiten sie so gut auf die bevorstehende Belastung vor. Wenn der Zug auf die Bauchhaut zu groß wird, kann auch ein Bauchband Entlastung bringen und eine zu große Überdehnung der Bauchhaut verhindern. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt! Bereits vorhandene Schwangerschaftsstreifen kann Arganöl nicht beseitigen, aber es hilft die Haut zu festigen und die Streifen vergrößern sich nicht noch mehr.

Tipp! Mischen Sie Arganöl mit Zitrus-, Mandel- oder Arnikaöl, die ebenso positive Effekte auf Ihre Haut haben und massieren Sie täglich Ihre gefährdeten Hautzonen. Sorgen Sie auch für eine gute Ernährung mit frischem Gemüse und Obst, denn Vitamin C ist für ein widerstandsfähiges Bindegewebe unerläßlich. Setzen Sie auch nach der Schwangerschaft die Massagen mit Arganöl fort, denn die Hormonumstellung erfolgt nicht sofort, sondern braucht nach der Geburt ebenso lange wie eine Schwangerschaft. Auch Ihre Haut benötigt diese Zeit um sich wieder vollständig zu regenerieren.

Dehnstreifen entstehen nicht nur während einer Schwangerschaft, sondern auch in Zeiten starker Gewichtszu- oder abnahme. Auch bei extremen Krafttraining mit starkem Muskelzuwachs können sie entstehen.

Arganöl bei Hautkrankheiten

Schon die Berber in Marokko, die das Arganöl seit Jahrhunderten herstellen, kennen seine Heilkräfte und nutzen Argan-Öl u.a. zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Windpocken, Akne und Neurodermitis sowohl äußerlich als auch innerlich. Reines, kalt gepresstes Arganöl enthält viele wichtige Wirkstoffe für unsere Haut. Die enthaltene Linolsäure spendet Feuchtigkeit, schützt vor Austrocknung und unterstützt die Herstellung neuer Hautzellen, was bei allen Hauterkrankungen und bei der Wundheilung, auch bei Sonnenbrand und stärkeren Verbrennungen besonders wichtig ist.

Vitamin E und Quercetin unterstützten das Abheilen von entzündeten Hautstellen. Flavonoide wirken antibakteriell. Die Kombination aller enthaltenen Inhaltsstoffe und die sehr hohe antioxidative Wirkung sind ideal zur Linderung aller Symptome bei Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis und Psoriasis geeignet. Arganöl nimmt den so unerträglichen Juckreiz bei Neurodermitis und Psoriasis, der Betroffenen schwer zu schaffen macht. Gute Dienste leistet das Öl zur Prävention gegen Schwangerschaftsstreifen, Cellulitis und Narbenbildung.

Neurodermitis

Neurodermitis Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, die schon im Kleinkindalter auftreten kann. Die Haut wird dünn und pergamentartig, reißt leicht ein und juckt. Betroffene fühlen sich durch den Juckreiz gestresst, was die Symptome wiederum verstärkt. Kratzen ist kaum vermeidbar und führt zu blutigen Einrissen, wo Bakterien eintreten und Entzündungen entstehen können.

Bei schweren Ausprägungen muss die irritierte Haut mit Verband bedeckt werden, um Infektionen zu vermeiden und um Kinder daran zu hindern, sich blutig zu kratzen. Bei fast allen Neurodermitis-Patienten verschlimmern sich die Symptome bei Stress. Viele leiden gleichzeitig unter Allergien und/oder Unverträglichkeiten gegen Nahrungsmittel, Zusatzstoffe in der Nahrung, der Kleidung oder in kosmetischen Produkten und Medikamenten. Manchmal müssen bestimmte Nahrungsmittel weggelassen und die Ernährung umgestellt werden. Da die meisten Neurodermitis-Patienten sehr empfindlich sind, sollten ökologische, schadstofffreie Produkte bei Lebensmitteln, Kosmetik, Kleidung und Wohnungseinrichtung bevorzugt werden.

Ziel der ärztlichen Behandlung ist es, die Auslöser für Neurodermitis zu finden und die irritierte Haut zu beruhigen, um den Betroffenen den Juckreiz und den daraus resultierenden Stress zu nehmen. Arganöl kann eine Behandlung optimal und auf natürliche Weise unterstützen: Es beruhigt die Haut und mindert den Juckreiz, indem es die trockene, pergamentartige Haut fettet. Dadurch wird sie elastischer und reißt nicht mehr. Die entzündungshemmenden Eigenschaften lassen offene Hautstellen und Entzündungen schnell abheilen. Arganöl kann eine Neurodermitis nicht heilen, aber die Symptome erträglich machen.

Ekzeme

Ekzeme Ekzeme sind Irritationen der Haut, für die fast immer bestimmte Nahrungsmittel, Zusatzstoffe auch in der Kleidung, Waschmittel, Kosmetik und Medikamente ursächlich sind.

In jedem Fall sollte die Ursache bei einem Facharzt geklärt werden. Es ist einen Versuch wert, bis zum Arztbesuch das Ekzem mit Arganöl zu behandeln um die Haut zu beruhigen. Wenn die Ursache gefunden ist, kann Arganöl zusätzlich zum Einsatz kommen um Narbenbildung und Infektionen vorzubeugen.

Schuppenflechte - Psoriasis

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine nicht ansteckende Autoimmunerkrankung, bei der die Betroffenen unter roten, entzündeten Hautflecken an einzelnen Körperstellen, auf der Kopfhaut oder am ganzen Körper leiden. Gleichzeitig ist die Haut trocken, verhornt und schuppig. Die Bildung der Hautzellen verläuft in einem zu hohen Tempo, so dass die Haut hart und unelastisch wird und die obersten Hautzellen dauernd als Schuppen abfallen. Die Haut juckt dabei sehr stark, so dass Betroffene sich permanent kratzen, was in der Folge zu blutigen Hautrissen führt. Auch am Kopf können sich vermehrt Schuppen und Krusten bilden und Kämmen wird zur schmerzhaften Prozedur. Hautschuppen, die aus dem Haar fallen und Kratzen am Kopf wegen des starken Juckreizes lässt betroffene Personen ungepflegt und unsauber wirken.

Besuche im Schwimmbad vermeiden viele an Psoriasis Leidende, da der Ausschlag für ansteckend gehalten wird. Die Krankheit verläuft häufig in Schüben, die auch durch Stress, falsche Ernährung, Hormonschwankungen und Nikotin ausgelöst werden können. Zur Hautpflege verschreiben Ärzte Medikamente, die Teer oder Cortison enthalten. Diese bringen zwar vorübergehend Linderung, sind aber auch mit Nebenwirkungen verbunden. Um die Enstehung der Psoriasis zu verhindern, gibt es mittlerweile teure Medikamente zur Immunsupprension, die sehr effektiv sind, aber auch starke Nebenwirkungen haben, so dass regelmäßig Kontrollen durchgeführt werden müssen. Vor Operationen müssen diese Medikamente abgesetzt werden.

Arganöl kann eine Psoriasis zwar nicht heilen, aber nach Erfahrungsberichten von Betroffenen kann es, innerlich und äußerlich angewendet, die unangenehmen Begleiterscheinungen deutlich mildern. Die enthalten Tocopherole und Phytosterole nehmen den Juckreiz und die Haut beruhigt sich. Sie wird weicher und elastischer und ist so vor Einrissen geschützt.

Arganöl 1 - 3 Stunden vor der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassiert, löst bereits abgestorbene, zu Krusten verklebte Hautzellen ab, befreit die einzelnen Haarfollikel und versorgt sie mit Nährstoffen. Genauso kann Arganöl vor dem Duschen die Krusten am Körper aufweichen und ablösen. Nach dem Duschen als Körperlotion angewendet, wirkt es beruhigend und rückfettend auf die noch feuchte Haut. Außerdem sollten Nahrungsmittel, die Zucker und Weißmehl enthalten, als auch Genussmittel wie Alkohol und Nikotin komplett gemieden werden.

Cellulite

Cellulite sind unregelmäßige und unschöne Hautdellen bei Frauen an den Oberschenkeln, manchmal auch am Bauch, die eher ein kosmetisches als ein medizinisches Problem darstellen. Regelmäßige Bewegung wie Gehen, Laufen, Radfahren und Schwimmen straffen das Bindegewebe und helfen Cellulite zu reduzieren. Ebenso wirksam ist eine abwechslungsreiche Ernährung ohne Fastfood mit viel frischem Gemüse, Kräutern und Obst und der Verzicht auf Zucker, Weißmehl und Alkohol. Die tägliche Massage der Beine mit Arganöl ist nicht nur Verwöhnprogramm, sondern versorgt die Haut mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen, fördert die Durchblutung, was zu einem Abtransport der Schlacken im Bindegewebe führt und die Haut bei der Bildung neuer Kollagenfasern und Hautzellen unterstützt.

Nagelpilz

Es ist nicht durch Studien belegt, dass Arganöl Nagelpilz wirksam bekämpft. Der Nagelpilz ist ein sehr hartnäckiger Keim, der den Nagel zunächst bräunlich verfärbt, dann den Nagel vom Nagelbett ablöst und ihn porös werden lässt, bis sich der Nagel schließlich in Staub auflöst und nur noch unschön deformierte Reste übrig bleiben. Schon bei den ersten Anzeichen, den bräunlichen Verfärbungen, sollten Sie bei einem Hautarzt abklären, ob es sich tatsächlich um den hartnäckigen Nagelpilz handelt. Beginnen Sie sofort mit der medizinischen Behandlung um zu vermeiden, dass sich der Nagel auflöst und auf benachbarte Nägel ausbreitet. Sie können jedoch Ihre Fußnägel vor Keimen schützen, wenn Sie nach dem Bad oder einer Dusche auch Ihre Füße und Fußnägel mit Arganöl einreiben. Es läßt Ihre Fußnägel sanft schimmern, hält das Nagelbett weich und geschmeidig, so dass es vor Einrissen geschützt ist und vermindert die Bildung von Hornhaut und Einrissen an der Fußsohle.

Pigmentflecken

Pigmentflecken Pigmentflecken, bräunliche Verfärbungen der Haut, im Gesicht und auf den Handrücken, die vor allem im Alter und nach intensiver Sonneneinstrahlung auftreten, sind keine Hauterkrankungen im medizinischen Sinn. Sie sind ein Zeichen für alternde Haut, die niemand gerne bekommt. Es ist also “nur” ein kosmetisches Problem und der Hinweis, dass die Haut sich nicht mehr so regeneriert wie in jüngeren Jahren. Trotzdem belegen Studien, dass die tägliche Anwendung von Arganöl oder der Rückstände, die beim Pressen der Argannüsse übrig bleiben, der Haut helfen, sich zu regenerieren und Altersflecken zu reduzieren. Die wertvollen Inhaltsstoffe kurbeln die Regeneration an und verbessern das Hautbild insgesamt. Bei Altersflecken ist es ratsam, das Öl täglich einzunehmen, ob als Kapseln oder als Speiseöl zum Verfeinern von Salaten und Gemüsegerichten. Denn eine 2015 durchgeführte Studie mit marokkanischen Frauen nach der Menopause, belegt den Anti-Aging-Effekt von Arganöl, das nach der Menopause den Hormonhaushalt reguliert und die Haut sichtbar verjüngt.